Sehbehindertenhilfe Basel

Geschichte

Gründung

1926 veranstalteten das Blindenheim Basel (eine Stiftung der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige Basel, GGG) sowie die Vereinigung Blinder von Basel-Stadt und -Land (eine damals noch junge Selbsthilfeorganisation) gemeinsam einen grossen Bazar mit dem Zweck, einen ‹Fürsorgefonds› zu gründen. Dieser sollte dazu dienen, blinden Menschen materielle und vor allem auch beratende Hilfe zu ermöglichen.

1928 betrauten die Verantwortlichen Dr. Marcus Löw, Advokat und Notar in Basel, mit der Gründung des ‹Blindenfürsorge-Vereins Basel-Stadt und -Land‹ (heute Sehbehindertenhilfe Basel) im Blindenheim an der Kohlenberggasse 20. Kurz darauf stand die erste ‹Beratungsstelle› für Blinde. Marcus Löw präsidierte den Verein mit grossem Engagement über viele Jahre bis Oktober 1942.

Meilensteine

1964 – Mit der Installierung der IV wird es nötig die beruflichen Themen in einem eigenen Angebotsbereich besser zu strukturieren: Die dafür aufgebaute Abteilung heisst ‹Eingliederungsstelle für Sehbehinderte› und befindet sich an der Austrasse in Basel.

1966 – Umzug von der Austrasse in die Sevogelstrasse 68 & 70 (Eingliederungsstelle) und Sevogelstrasse 52 (Beratungsstelle)

1969 – Schaffung der Sozialrehabilitation (stationäre Rehabilitation) als weiterer Fachbereich. Ein neuer Name wird beschlossen: Verein Sehbehindertenhilfe Basel-Stadt und -Land. Drei Fachbereiche bieten den Betroffenen Unterstützung: Beratungsstelle, Eingliederungsstelle und Sozialrehabilitation.

1970 – Umzug in die Sevogelstrasse 60 (Sozialrehabilitation)

1984 – Einführung Low-Vision-Rehabilitation

1986 – Ausbau des Informatikbereiches

1986/1987 – Ausbau der Rehabilitationsbereiche (Low-Vision, Orientierung & Mobilität und Lebenspraktische Fähigkeiten)

1988 – 60 Jahre Beratungsstelle

1991 – Auf Anfrage von Westschweizer Partnerorganisationen und in deren Auftrag wird eine weitere Abteilung in Lausanne unter dem Namen SRIHV (Service Romand d'Informatique pour Handicapés de la Vue) aufgebaut. In Basel wird die Liegenschaft an der Sevogelstrasse 72 erworben und renoviert.

1992 – Renovation Sevogelstrasse 79, Unterbringung aller drei Bereiche des Vereins in der Sevogelstrasse 68, 70, 72 und 79

1997 – Schliessung der Sozialrehabilitation aus Kostengründen

2001 – Name lautet weiterhin ‹Sehbehindertenhilfe Basel-Stadt und -Land›, die drei Bereiche werden neu benennt:
- Ressort Beratung und Rehabilitation
- Ressort Ausbildung und berufliche Eingliederung
- Ressort Informatik

2003 – Neuer Name ‹Sehbehindertenhilfe Basel›, ab April neuer Geschäftsführer Stefan Kaune, 75-jähriges Jubiläum, Anpassung der Benennung der Bereiche:
- Bereich Beratung und Rehabilitation
- Bereich Ausbildung und Umschulung
- Bereich Informatikhilfsmittel und Training (Basel und Lausanne)

Ab 16. Juli 2005 Verkauf aller Liegenschaften an der Sevogelstrasse und Umzug in den Neubau an der Zürcherstrasse 149 in der Breite in Basel. Gleichzeitig werden die EDV-Systeme aller Bereiche in einem vollintegrierten ERP-System per Anfang 2006 zusammengeführt.

2009 – Das Ressort ‹Ausbildung und Umschulung› wurde zum Ressort ‹Ausbildung und Unterstützung› (A+U) umbenannt.

2010 - 2017 – Die weiteren Entwicklungen erfordern eine Umbenennung in den beruflichen Angeboten: ‹Ausbildung und Unterstützung› wird zu ‹SBHprofessional›.
Aufbau eines professionellen Fundraisings zur Sicherung und Erweiterung von Vereinsangeboten für Betroffene.

2018 – ‹SBHprofessional› wurde zur ‹Schweizerischen Fachstelle für Sehbehinderte im beruflichen Umfeld› (SIBU).
Ein neuer Internetauftritt, ein neues Logo, der Aufbau einer Kommunikationsabteilung, der Beginn einer mehrjährigen Sensibilisierungskampagne sowie der Umbau und die Renovierung der Liegenschaft schliessen den Modernisierungsprozess vorläufig ab.